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„So viele Gäste hatte wohl noch niemand von uns zu seiner Geburtstagsfeier. Das hätte Hans Renner sicherlich gefreut“, sagte Bürgermeister Richard Rossel bei der großen Gedenkfeier anlässlich des 100. Geburtstag des Ehrenbürgers unserer Stadt, Hans Renner.

Am Freitag, dem 9. August wäre er 100 Jahre alt geworden. Um an ihn und insbesondere an seine geniale Lebensleistung – die Erfindung des Skisprungmatten aus Kunststoff – zu erinnern, hatten der SC Motor Zella-Mehlis und die Stadt gemeinsam an den damaligen Ort des Geschehens eingeladen: Auf den Regenberg, an den „Schwarzen Hügel“, also an die Stelle, wo diese Kunststoffmatten unter strenger Geheimhaltung am 24. August 1954 zum ersten Mal getestet worden waren.

Mehr als 250 Gäste waren dieser Einladung gefolgt – eine wirklich große Geburtstagsgesellschaft also! Unter ihnen waren viele Sportler, ehemalige Sportler, Freunde und Unterstützer des Wintersports und beispielsweise auch Alt-Bürgermeister Karl-Uwe Panse sowie Alt-Landrat Ralf Luther sowie Vertreter der Stadtratsfraktionen. Die Feier fand genau an der historischen Sprungschanze statt, die von Initiator Dieter Weiß und seinen Helfern zuvor originalgetreu hergerichtet worden war. Hier stimmte jedes Detail – bis hin zu den alten Zink-Gießkannen, mit denen die Matten gewässert werden mussten, damit sie schön rutschig waren. Durch die Feierstunde führte Sabine Reuß, Ehrenpräsidentin des Thüringer Skiverbands. Sie dankte insbesondere Dieter Weiß, seinen Mitstreitern vom Springerstammtisch und seiner Frau Gabi für die Initiative, Ehrenbürger Hans Renner wieder deutlicher ins Bewusstsein der Menschen zu bringen.

Besonders bewegend waren die Worte von Renners Tochter, Angelika Furch, die den Anwesenden von ihrem Vati berichtete. Sie sprach von einem schönen Zufall, dass ihr Vater im gleichen Jahr wie seine Heimatstadt 100 Jahre alt geworden wäre und erinnerte sich an seinen 50. Geburtstag. „Heute feiern wir Halbzeit“, hatte er zu ihr gesagt – und damit leider nicht Recht behalten, denn er starb noch vor seinem 51. Geburtstag an einem Herzschlagaderriss bei einer Tagung, wie seine Tochter ebenso berichten musste. Sie erzählte den Gästen vom Leben ihres Vaters. Seine Leidenschaft fürs Skispringen ging schon auf die frühe Jugend zurück, als er gemeinsam mit seinem Bruder Ernst im Erzgebirge, (beide stammen aus Bärringen im heute tschechischen Teil des Erzgebirges) beste Bedingungen für Wintersport fand. Bereits mit 18 Jahren war Hans Renner Mitglied der Nationalmannschaft im Skispringen, mit der er 1941 letztmalig antrat. Bei diesem Wettkampf in Oberhof hat er auch seine spätere Frau Gretel kennengelernt und als Soldat auf Heimaturlaub geheiratet.

Publikum  Tochter Angelika Furch  Auslauf 

Nach der Rückkehr aus viereinhalb Jahren Kriegsgefangenschaft fiel ihm der Alltag zunächst schwer – bis er seine alte Leidenschaft wiederentdeckte. Er nahm noch an vielen Wettkämpfen im alpinen Bereich und im Skispringen teil und begann schließlich seine Trainerlaufbahn beim damals neu gegründeten SV Motor Zella-Mehlis. Parallel dazu absolvierte er ein Sportstudium, schloss es mit Diplom ab und konnte schließlich die Arbeit mit der Nationalmannschaft der DDR aufnehmen. „Das Desaster bei der Weltmeisterschaft 1954 in Fallun bereitete ihm viele schlaflose Nächte, er dachte über zahlreiche Möglichkeiten für ein Training im Sommer nach“, erinnerte sich seine Tochter. Und sie bestätigte auch die Legende vom Zufallstreffer, als ihr Vater auf dem feuchten Fußabtreter aus Kunststoffborsten ausrutschte und so die Idee zu den Kunststoffmatten hatte. Er ließ sie sich patentieren, bevor sie ihren Siegeszug rund um die Welt antrat, der ja heute noch andauert. Weltweit trainieren die Spitzensportler im Skisprung noch heute auf solchen Matten. Die Nationalmannschaft der DDR hatte dadurch auch wirklich einen Vorsprung erzielt, wie die Erfolge von Harry Glass, Helmut Recknagel und Werner Lesser bei den darauffolgenden Wettbewerben zeigten. Die Erfüllung seines ganz großen Traumes, die Einrichtung der Großschanze im Kanzlersgrund mit Kunststoffmatten, konnte Renner leider nicht mehr miterleben.

Skisprung Senioren  Skisprung Junioren  Schanze von unten 

Seine sportlichen Schützlinge, heute allesamt Herren reiferen Alters, berichteten von den strengen Seiten ihres Trainers, aber auch davon, wie er sie immer wieder neu motivierte und anspornte. Seiner Tochter jedoch war es wichtig, auch seine familiäre Seite darzustellen: „Er war ein fröhlicher, geselliger Mensch, dessen Lachen mit heute noch in den Ohren klingt. Die Familie war ihm ganz wichtig, er war ein ganz stolzer Opa.“ Dass sie selbst auch eine sehr stolze Tochter ist, stolz auf die Lebensleistung ihres Vaters, das merkte man ihr nicht nur an, das betonte sie an diesem besonderen Tag auch selbst. Anschließend bedankte sich bei den Organisatoren und insbesondere bei Bürgermeister Richard Rossel. „Du hast so viel für uns getan, dafür möchte ich dir danken“, sagte sie.

Der Bürgermeister zeigte sich jedoch selbst dankbar und stolz auf die Leistung von Hans Renner, die am gleichen Tag auf der Titelseite des „Freien Wortes“ abgebildet war. „Darüber empfinde ich als Bürgermeister dieser Stadt natürlich großen Stolz. Hans Renner hat etwas Nachhaltiges, Wesentliches geleistet, auf das auch die jungen Leute von heute noch aufbauen“, sagte er und beglückwünschte die Tochter zu ihrem Vater. Gerade in Zeiten, in denen so viel über die Lebensleistung der Menschen im Osten diskutiert wird, können die Zella-Mehliser stolz auf sich und ihre Leistungen sein und selbst zeigen, wie gut sie sind. „Hans Renner ist dabei ein Beispiel in einer langen Reihe von Innovationen in unserer Stadt. Darauf sollten wir uns immer wieder besinnen und daraus neue Kraft und neuen Mut schöpfen“, sagte er.

Einige der Geburtstagsgäste hatten Blumen für Hans Renner mitgebracht, die sie an seinem Gedenkstein niederlegte. Mit vielen persönlichen Gesprächen und Erinnerungen an den Ehrenbürgern sowie mit den Trompetenklängen von Siegfried Walther und Horst Großgebauer klang die Gedenkfeier aus. Bereits am Morgen war im kleinen Kreis auf dem Waldfriedhof an Hans Renner erinnert worden. Auf seinem Grabstein ist nun auch der Titel „Ehrenbürger“ vermerkt.

Gedenken Friedhof Angelika Furch Dieter Weiß  Gedenken Friedhof Gruppe 

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