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Pfestorf 100 Jahre Gruppe

Viele Großbetriebe, die Zella-Mehlis einst zur lndustriestadt gemacht haben, gehören längst der Vergangenheit an. Gebäude wurden abgerissen, ehemalige Standorte sind kaum noch zu erkennen. Doch einige kleinere Firmen sorgen mit ihren Erzeugnissen dafür, dass Zella-Mehlis auch gegenwärtig über seine Grenzen hinaus bekannt ist. Eine davon ist die Karl Pfestorf Präzisionsteile GmbH, die jetzt ihr 100-jähriges Bestehen feiern konnte.

Etwa zeitgleich mit der Vereinigung der beiden Stadtteile Zella St. Blasii und Mehlis zur Stadt Zella-Mehlis entstand am 1. Oktober 1919 ein kleiner Betrieb für Revolver in der Teichstraße 517. Der Gründer war Karl Pfestorf (1888-1946). Karl Pfestorf war bei der Firma Karl Walther als Obermeister beschäftigt gewesen. Mit der Familie Walther erfolgte eine Einigung, dass Pfestorf sich auf Revolverherstellung als Selbstständiger spezialisierte. Die Fir-ma Walter konzentrierte sich fortan auf die Weiterentwicklung und Ferti-gung ihrer weltbekanntenPistolen. So vollzog der junge Mann in den Jahren des Aufbruchs nach dem Ersten Weltkrieg den Schritt in die Selbstständigkeit. Im Adress- und Geschäftshandbuch der lndustrie- und Handelsstadt Zella-Mehlis 1925 steht: Karl Pfestorf, Spezialfabrikation von Revolvern, Teichstraße 7. Aus meiner Kindheit ist mir inErinnerung, dass im Herbst in der Teichstraße Futter- und Lebensmittel lagerten, die auch Nachbarn erwerben konnten: Kartoffeln, Rüben, Kraut, Möhren... Karl Pfestorf fütterte Schweine und betrieb eine kleine Landwirtschaft. 1937 wurde der Bau der Fabrikgebäude in der Schönauer Straße begonnen. 1945 übernahm Sohn Erich Pfestorf (1913-1993) die Betriebsleitung. Die Produktion von Waffen wurde eingestellt. Viele Jahrzehnte später hat Gerhard Pfestorf (1940), Sohn von Erich, über das Internet einige Revolver aus der Produktion vor 1945 erwerben können und sie dem Stadtmuseum in der Beschußanstalt zur Verfügung gestellt.

 

Über die Stadtgrenzen hinaus bekannt und anerkannt - schon vor über 50 Jahren!

 

1957 war er in die Firma eingetreten. Im Laufe der Jahre entwickelte sich die Karl Pfestorf Präzisionsteile GmbH zu einem weit über die Stadtgrenzen hinaus anerkannten und bekannten Betrieb. Wer die Stadt auf der Schönauer Straße in Richtung Ruppberg verlässt, der kann nicht die modern gestalteten Werkhallen übersehen, die sich links der Straße in das Gelände einschmiegen. Der Neubau der drei Produktionshallen ab 2004 geschah unter der behördlichen Auflage: „Das Dach soll, wie in der Umgebung üblich, mit rotem, nichtglänzendem Material gedeckt werden. “Dem ist der Bauherr nachgekommen. Inzwischen ist in der Nachfolge Gordan Kreuz (Enkelsohn von Gerhard Pfestorf) für die kaufmännischen und organisatorischen Fragen der Gesellschaft verantwortlich. Er vertritt die fünfte Generation der Familie. Für den technischen Teil der Firma ist künftig Thomas Caspari, auch Gesellschafter, verantwortlich. Nur wenige Handwerksbetriebe unserer Stadt können eine solche Generationsfolge nachweisen. Im Werk sind derzeit 70 Mitarbeiter tätig. Es wird im Drei-Schicht-Betrieb gearbeitet. Bei guter Auftragslage werden die Maschinen auch am Wochenende angeworfen. Die Suche nach Fachkräften gestaltet sich jedoch hier wie bei vielen anderen Betreiben kompliziert. An hochmodernen Maschinen entstehen aufs Hundertstelmillimeter genau gedrehte Teile aus Metall, Kunststoff und anderen Werkstoffen, die in 18 Länder exportiert werden. Auch die Sitze in den ICE-Zügen sind beispielsweise teils mit Erzeugnissen der Karl Pfestorf Präzisionsteile GmbH ausgestattet. Drehteile für die Automobilindustrie und Finalhersteller auch anderer Branchen sind von dem Zulieferer aus Zella-Mehlis gefertigt.

 

Pfestorf 100 Jahre Luftbild

 

Auch im Leben der Stadt engagiert

 

Dem Namen Pfestorf begegnet man auch außerhalb der Wirtschaft. Erich Pfestorf hat sich beim Umbau des Schwimmbades Einsiedel in den 60er Jahren stark engagiert, in der Arbeit des Bergrettungsdienstes und im Motorsport eingebracht. Gerhard Pfestorf unterstützt seit Jahren den hiesigen Wintersportclub und ist Mitglied der Rotarier. Er war auch lange Zeit Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Zella-Mehlis. In nächster Nähe des Entstehungsortes der Firma hat der Betrieb in Zusammenarbeit mit zwei weiteren Firmen der Nachbarschaft in den 90er Jahren den traditionellen Hirtenbrunnen im Ortsteil Mehlis neu aufbauen lassen – sowohl in Erinnerung an ihre Vorfahren für deren Leistungen und Arbeit, auch als Ansporn für die folgenden Generationen. Noch eine Bemerkung zum Schluss. Der derzeitige Besitzer der Immobilie Teichstraße 7 hat die ehemalige Wirkstätte mit roten Ziegeln neu decken lassen. Erhat das Gebäude bewahrt und erhalten. In dem Haus hatte Walter Rades, der Schwiegersohn von Karl Pfestorf, das Wohnrecht.

 Helmut Büchel

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