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Stolpersteine nah

Drei Stolpersteine erinnern seit heute in Zella-Mehlis an jüdische Mitbürger, die während der NS-Zeit aus unserer Stadt vertrieben worden. An der Kleinen Bahnhofstraße 1 sind sie von Künstler Gunter Demnig persönlich verlegt worden.

Sie tragen die Namen Jakob Goldmann, Beate Goldmann und Hedwig Goldmann sowie kurze Fakten zu ihrem Leben. Jakob und Hedwig Goldmann führten in dem Gebäude ein Bekleidungsgeschäft, das bereits von ihren Großeltern gegründet worden war. Ihre Tochter Beate besuchte die Lutherschule.

Als Ausgrenzung und Hetze gegen jüdische Mitbürger immer stärker wurden, mussten sie nicht nur ihr Geschäft aufgeben, auch Beate durfte die Schule nicht mehr besuchen. So wurde die Familie 1936 aus Zella-Mehlis vertrieben und ging zunächst nach Frankfurt am Main.

Beide Eltern wurden ermordet

Dort konnte die damals 15-jährige Beate Goldmann für kurze Zeit eine Berufsschule besuchen, doch auch das wurde ihr bald darauf verboten. 1938 gelang ihr die Flucht nach England, 1940 von dort in die USA. Ihre Eltern, Jakob und Hedwig Goldmann, wollte sie nachholen, doch das gelang nicht mehr: 1941 wurden die beiden nach Łódź (Litzmannstadt) deportiert.

Jakob Goldmann wurde 1942 dort ermordet. Seine Frau Hedwig wurde ins Vernichtungslager in Chełmno (Kulmhof) gebracht und 1944 dort ermordet. Ihre Enkelkinder David und Leslie, die Kinder der inzwischen verstorbenen Beate Goldberg (verheiratet Voremberg) haben die Großeltern daher nie kennengelernt. Heute waren sie gemeinsam mit ihren Ehepartnern und ihren erwachsenen Kindern (Jesse und Anna Voremberg sowie Rachel und Jordana Kozupsky) zum ersten Mal in Zella-Mehlis und haben an der Verlegung der Stolpersteine teilgenommen.

"Liebt eure Nachbarn!"

„Die Hoffnung unserer Familie ist es, dass wir alle aus der Geschichte lernen. Wir dürfen nie vergessen, die Augen auf diejenigen zu richten, denen es nicht gut geht. Liebt eure Nachbarn!“, forderte Roy Kozupsky, der Ehemann von Leslie die Zella-Mehliser auf.

Bürgermeister Richard Rossel zeigte sich froh darüber, dass so viele Angehörige von Beate Goldberg zur Verlegung der Steine gekommen waren. „Mit dieser Aktion wollen wir Jakob, Hedwig und Beate Goldmann ihre Würde zurückgeben. Sie wurde ihnen durch die Vertreibung aus unserer Stadt genommen“, sagte er.

Auch Künstler Gunter Demnig, der bereits mehr als 57.000 Stolpersteine in Deutschland und in anderen europäischen Ländern verlegt hat, wandte sich an die Familie: „Mit dem heutigen Tag kommt bei Ihnen zwar Trauer wieder hoch, doch jetzt gibt es einen Ort des Gedenkens an ihre Vorfahren. Ihre Namen bleiben in Erinnerung“, sagte er und zitierte den Talmud: „Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist.“

Schüler führen Gäste auf Englisch durch die Stadt

Bei der vom Posaunenchor musikalisch umrahmten Verlegung der Stolpersteine waren Schüler der siebten, achten und neunten Klasse der Lutherschule dabei, die gemeinsam mit ihrer Lehrerin Petra Janschersky das Leben der Familie Goldmann erforscht haben. Sie hatten in der Schule eine kleine Ausstellung über das jüdische Leben in Zella-Mehlis vorbereitet und berichteten den Gästen aus Amerika auf dem Spaziergang dorthin Wissenswertes über die Heimatstadt ihrer Urgroßeltern – auf Englisch natürlich, was bei der Familie, die jetzt in Boston und New York lebt, sehr gut ankam. So endete das würdige Gedenken an die Geschehnisse in der NS-Zeit in einem munteren Gedankenaustausch zwischen Alt und Jung.

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